Kampf gegen Antisemitismus: Jungfreisinnige anerkennen IHRA-Antisemitismusdefinition und nehmen andere Jungparteien in die Pflicht!
Die Zunahme von Antisemitismus in der Schweiz besorgt: Die Jungfreisinnigen Schweiz verabschieden im Kampf dagegen die offizielle Antisemitismusdefinition der IHRA und nehmen die anderen Jungparteien in die Pflicht.
Antisemitismus nimmt zu: Im vergangenen Jahr registrierte der Schweizerisch Israelitische Gemeindebund (SIG) 155 antisemitische Vorfälle, was eine massive und beispiellose Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (2022: 57) bedeutet. Die Jungfreisinnigen Schweiz sind zutiefst besorgt über den wieder zunehmenden Antisemitismus in der Schweiz, der sich leider auch in realen Übergriffen und schweren Angriffen manifestiert. Antisemitismus hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Daher haben die Jungfreisinnigen Schweiz als erste Jungpartei der Schweiz entschieden, die von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) formulierte Arbeitsdefinition zu Antisemitismus offiziell anzuerkennen. Der Parteivorstand verabschiedete die nachfolgende Definition an seiner letzten Sitzung einstimmig:
«Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber Jüdinnen und Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.»
Diese Definition soll den Jungfreisinnigen künftig insbesondere dazu dienen, antisemitische Vorfälle einheitlich und systematisch zu erfassen, vergleichbar zu machen und entsprechende Entscheidungen auf objektiver Basis zu treffen. In den vergangenen Jahren haben mehrere Schweizer Parteien diese Definition übernommen, darunter die FDP, die GLP, die Mitte sowie auch die SP. Von den Grünen, sowie auch von der SVP fehlt bedauerlicherweise bislang ein offizieller Entscheid.
Wir rufen sämtliche Parteien dazu auf, die Definition der IHRA zu verabschieden und damit ein klares Zeichen sowie deutliche Grenzen gegen Antisemitismus zu setzen.
Jonas Lüthy, Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz, hält fest: «Die Häufung von antisemitisch motivierten Vorfällen besorgt mich nachhaltig. Mit der Verabschiedung der offiziellen Antisemitismusdefinition der IHRA setzen wir ein deutliches Zeichen gegen Judenfeindlichkeit. Als junge Generation tragen wir Verantwortung für eine Zukunft ohne Antisemitismus. Die anderen Parteien stehen nun in der Pflicht.»