Die Jungparteien der BDP, CVP, EVP, GLP und FDP spannen zusammen und fordern in einem gemeinsamen Brief die Bundeshausfraktionen ihre Mutterparteien dazu auf, einen Gegenvorschlag zur Trinkwasserinitiative zu ermöglichen. Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel birgt Risiken für die junge und kommende Generationen, weshalb es sinnvolle Lösungen braucht.

Wir sind nicht immer selber Meinung – wo wir uns aber einig sind, ist darin, dass es beim Pestizideinsatz geboten ist, endlich vorwärts zu machen. Für uns Jungparteien ist die Dringlichkeit des Problems unbestritten. Angesichts des fortschreitenden Biodiversitätsverlustes, welcher auch durch den neuesten Bericht des Weltbiodiversitätsrats dokumenteiert wird, und die zunehmende Belastung unseres Grundwassers, ist Abwarten keine Option. Durch einen Gegenvorschlag können politische Massnahmen zur Minimierung der Risiken von Pflanzenschutzmitteln und zur Reduzierung des Stickstoffeinsatzes ausgearbeitet werden. Gemäss dem Bundesamt für Umwelt wird an 70% der Grundwasser-Messstellen in intensiv ackerbaulich genutzten Gebieten der in der Gewässerverordung vorgeschriebene Maximalwert für Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe überschritten. Deshalb haben wir am Sonntag einen gemeinsamen Brief an die jeweiligen Fraktionsmitglieder der Mutterpartei versendet (siehe Beilage). Darin fordern wir die Fraktionen unserer Mutterparteien auf, den Rückweisungsantrag zu unterstützen, damit trotz des Scheiterns in der WAK-N doch noch ein Gegenvorschlag zustande kommen kann. Ein solcher liegt auch im Interesse der Landwirtschaft. Böden und Wasserressourcen in ausreichender Menge und Qualität sowie eine gesunde Artenvielfalt sind die Grundlage für die Nahrungsmittelproduktion. Das wollen wir schützen.

Für Rückfragen und Zitaten stehen Ihnen gerne Zur Verfügung:
Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige, 079 367 58 31
Remo Zuberbühler, Präsident Junge BDP, 079 398 93 91
Sarah Bünter, Präsidentin Junge CVP, 079 656 81 18
Dominic Täubert, Co-Präsident Junge EVP, 079 913 22 58
Tobias Vögeli, Co-Präsident Junge Grünliberale, 078 743 53 99 99