Presse
Medienmitteilung 15.08.2025

Junge sagen: Ade Eigenmietwert!

Am 28. September entscheidet die Schweiz über den «Bundesbeschluss über die kantonalen Liegenschaftssteuern auf Zweitliegenschaften». Wenn die Vorlage angenommen wird, fällt der Eigenmietwert als absurde Steuer auf selbstgenutztes Wohneigentum dahin. Das «Zukunftskomitee» mit Vertretern aller bürgerlichen Jungparteien, namentlich den Jungfreisinnigen, der Jungen Mitte, der JSVP und der JGLP, ruft zu einem klaren Ja auf, da die Vorlage einen wichtigen Beitrag dazu leistet, Wohneigentum für die junge Generation zugänglicher zu machen.

Damit der Traum der eigenen vier Wände Realität werden kann
Während die Vorlage den Eigenmietwert auf selbstgenutzten Wohneigentum abschafft, werden gleichzeitig gewisse Abzüge eingeschränkt – z. B. für Unterhaltskosten und Schuldzinsen. Doch junge Leute profitieren als Ersterwerber weiterhin von Abzügen. Mit einem gezielten Sonderabzug können sie während zehn Jahren zumindest einen Teil der Hypothekarzinsen von den Steuern abziehen. Jonas Lüthy, Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz, hält fest: «Die Vorlage ist insbesondere für junge Familien attraktiv, die ihr erstes Eigenheim kaufen. Eine Studie der Raiffeisenbank zeigt: Gerade Erstkäufer in Neubauten profitieren am meisten von der Reform, sie zahlen heute unverhältnismässig hohe Steuern. Die Abschaffung des Eigenmietwerts trägt dazu bei, dass der Traum der ersten eigenen vier Wände einfacher zur Realität werden kann.»

Eigentümerhaushalte mit tiefem oder mittlerem Einkommen profitieren besonders
Heute zahlen Eigentümer auf ein fiktives Einkommen Steuern, während Mieter nichts Vergleichbares versteuern müssen. Laut Bundesverwaltung profitieren bei einem Hypothekarzinssatz unter 3 % die meisten Eigentümerhaushalte netto von der Reform, insbesondere solche mit tiefem oder mittlerem Einkommen. Tina Deplazes, Co-Präsidentin der Mitte Zürich, erklärt: «Die Reform schafft gleiche Regeln für alle. Da Eigentümerhaushalte mit tiefem oder mittlerem Einkommen weniger von Abzugsmöglichkeiten wie Schuldzinsen profitieren, wirkt sich der Wegfall des Eigenmietwerts bei ihnen besonders entlastend aus.»

Schuldenabbau soll nicht länger bestraft werden
Der heutige Eigenmietwert belohnt hohe Hypotheken und bestraft, wer Schulden abbaut – das ist illiberal und schädlich. Mit der Vorlage wird nicht länger bestraft, wer seine Schulden über die Jahre abzahlt. Stephanie Gartenmann, Generalsekretärin der JSVP Schweiz, sagt: «Die Schweiz weist heute mit über CHF 120’000 eine der höchsten privaten Pro-Kopf-Verschuldungen weltweit aus. Die Reform setzt ein wichtiges Zeichen für mehr Finanzdisziplin, wirtschaftliche Stabilität und eine liberale Steuerordnung. Wer seine Schulden über die Jahre abzahlt, soll nicht länger steuerlich bestraft werden.»

Weniger Bürokratie: Ein Mehrwert für Bund und Kantone
Heute ist der Schätzaufwand zur Ermittlung des Eigenmietwerts beträchtlich. Die in vielen Kantonen verwendeten Schätzverfahren basieren nicht auf aktuellen Marktmieten, sondern oft auf veralteten Steuerwerten, was zu uneinheitlicher, intransparenter Besteuerung führt. Steuerpflichtige müssen zahlreiche Angaben und Belege einreichen, die von den Behörden geprüft und oft streitig bewertet werden. Dies führt häufig zu rechtsintensiven Verfahren mit zusätzlichen Kosten für Verwaltung, Behörden und Eigentümer. Loa Wild, GLP-Landrätin des Kantons Uri, betont: «Die Reform ist aus Sicht der Kantone doppelt positiv zu bewerten: Einerseits senkt sie die Bürokratie, und andererseits erhalten Kantone, die mit hohen Ausfällen rechnen, die Möglichkeit, eine kantonale Liegenschaftssteuer auf Zweitliegenschaften zu erheben. Steuereinnahmen sollten nicht direkt von den Hypozinsen abhängig sein.»

Digitale Kampagne und Online-Rechner sollen junge Bevölkerung erreichen
Viele junge Menschen träumen von den eigenen vier Wänden, doch die Besteuerung des Eigenmietwerts macht diesen Traum zusätzlich unnötig teuer. Das treibt insbesondere die Steuern der Jungen in die Höhe, die Wohneigentum erwerben wollen. Junge Menschen in der Schweiz haben dadurch ein besonderes Interesse, dass die Abstimmung über die Abschaffung des Eigenmietwerts in ihrem Sinn ausfällt. Jonas Lüthy, Präsident der Jungfreisinnigen, kommentiert dazu: «Es ist zentral, dass wir als Zukunftskomitee in der Debatte den konkreten Mehrwert für die junge Bevölkerung hervorheben. Um dem gerecht zu werden, haben wir einen Online-Rechner entwickelt, mit welchem mit wenigen Klicks berechnet werden kann, wie viel Geld jede und jeder Betroffene spart, wenn der Eigenmietwert abgeschafft wird.» Der Online-Rechner des Zukunftskomitees ist unter eigenmietwert-ade.ch zugänglich.

JA zur Abschaffung des Eigenmietwerts am 28. September!
Die Abschaffung des Eigenmietwerts schafft mehr Gerechtigkeit, reduziert Bürokratie und verbessert die Rahmenbedingungen für den Erwerb von Wohneigentum – insbesondere für junge Menschen. Das Zukunftskomitee ruft deshalb dazu auf, sich am 28. September klar für diese wichtige Reform auszusprechen.