Presse
Medienmitteilung 20.03.2014

Gemeinsame Medienmitteilung JSVP, JCVP, JF

Die bürgerlichen Jungparteien Junge CVP, Jungfreisinnige und Junge SVP haben heute in Bern ihre Vernehmlassungsantworten zur Revision der Altersvorsorge 2020 präsentiert. Gemeinsam setzen sie sich für effektive und nachhaltige Massnahmen ein und sind der Meinung, dass der Bundesrat zwar auf dem richtigen Weg ist, jedoch viel zu wenig weit geht.

Die Nationalräte Thomas Aeschi (SVP), Christian Wasserfallen (FDP) und Guillaume Barrazzone (CVP) sowie die Präsidenten der bürgerlichen Jungparteien Jean-Pascal Ammann (JCVP), Maurus Zeier (Jungfreisinnige) und Anian Liebrand (JSVP) haben an einer gemeinsamen Medienkonferenz ihre Vernehmlassungsantworten zur Revision der Altersvorsorge 2020 präsentiert. Sie fordern eine Entpolitisierung in der 1. und 2. Säule.

Rentenalter an Lebenserwartung koppeln
In der ersten Säule soll die Entpolitisierung durch eine Koppelung des Rentenalters an die Lebenserwartung erfolgen. 1948 wurde 1 Rentner noch durch 6.5 Erwerbstätige finanziert, 2007 waren es nur noch deren 3.7 auf einen Rentner. Künftig soll nach Ansicht der Jungparteien ähnlich wie Dänemark es bereits praktiziert, das Referenzrentenalter aufgrund der Lebenserwartung angepasst werden.

Umwandlungssatz entpolitisieren
Auch in der zweiten Säule ist das heutige System auf eine Realität ausgelegt, welche längst der Vergangenheit angehört. Thomas Aeschi (Nationalrat SVP) hat darauf hingewiesen, dass sowohl die Lebenserwartung kontinuierlich steigt als auch die Zahl der Rentner im Vergleich zu den Erwerbstätigen zunehmend ist. Dieser Entwicklung müsse Rechnung getragen werden:

„Der heutige Interventionsmechanismus sieht auf einer ersten Stufe das „Primat der Politik“ vor. Dies bedeutet, dass der Bundesrat dem Parlament beim Eintreten eines Ereignisses (z.B. Ausgleichsfonds < 70%) eine Vorlage unterbreitet. Bereits heute ist klar, dass das „Primat der Politik“ in einer solchen Situation zu einer einseitigen Steuererhöhung führen wird. Aus diesem Grund muss unserer Meinung nach der Interventionsmechanismus so ausgestaltet werden, dass das Referenzalter mit einem Automatismus an die Lebenserwartung gekoppelt wird.“ (Thomas Aeschi, Nationalrat SVP)

Zusammenarbeit nicht nur in der Altersvorsorge
Die heutige Pressekonferenz, so betonte der Präsident der JCVP, sei nicht eine einmalige Zusammenarbeit. Auch in anderen Themen wollten die bürgerlichen Jungparteien verstärkt zusammenspannen und die Kräfte bei Gemeinsamkeiten gezielt bündeln.