Presse
Medienmitteilung 01.05.2025

Erster Mai: Die Arbeitswelt braucht ein freiheitliches Update!

Jahr für Jahr ziehen Linke und Gewerkschaften durch die Strassen und feiern den 1. Mai. Was bleibt, sind oft Chaos, Sachbeschädigungen und inhaltliche Irrfahrten. In Wahrheit gibt es für die arbeitende Bevölkerung dieses Landes wenig zu feiern: Immer massivere Eingriffe in die Wirtschaftsfreiheit schränken Betriebe und Mitarbeitende ein. In Zeiten von eskalierenden Zollkriegen und erodierenden Schweizer Standortfaktoren ist es höchste Zeit, die zuweilen rigiden Beschränkungen unserer Arbeitswelt zu entschlacken. Statt immer mehr Regulierung braucht es neue Freiheit – im Interesse aller. In einem 3-Punkte-Plan fordern die Jungfreisinnigen eine moderne Arbeitswelt, in der Leistung wieder zählt, Innovation ermöglicht wird und Chancen entstehen.

Flexibles Arbeitsrecht statt starrer Vorschriften
Unsere Arbeitswelt hat sich grundlegend verändert – das Arbeitsgesetz stammt jedoch aus einer anderen Zeit. Starre Regelungen zu Arbeitszeiten passen nicht mehr zur Realität von Homeoffice, Teilzeit oder Jobsharing. Wer eigenverantwortlich arbeitet, soll sich nicht länger von veralteter Bürokratie fesseln lassen müssen. Deshalb fordern die Jungfreisinnigen Schweiz: Für Arbeitnehmende, die ihre Arbeitszeiten zu einem namhaften Teil selbst bestimmen können, soll Sonntagsarbeit im Homeoffice künftig bewilligungsfrei möglich sein. Zudem soll es diesen Arbeitnehmenden erlaubt sein, die gesetzlich zulässige tägliche Arbeitszeit innerhalb eines Zeitraums von 17 Stunden zu erbringen, was darüber hinaus mit einer Anpassung der gesetzlichen Ruhezeit einhergehen muss, um eine echte Flexibilisierung zu ermöglichen. Ferner fordern die Jungfreisinnigen die Zulässigkeit des Jahresarbeitszeitmodells auf alle homeofficetauglichen Berufe auszudehnen. Dieses darf bisher nur in Dienstleistungsbetrieben in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Treuhand und Steuerberatung zu Anwendung kommen. Jonas Lüthy, Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz, hält fest: «Das Arbeitsgesetz ist in guten Teilen ein Relikt vergangener Zeiten. Eine Modernisierung ist längst überfällig und liegt im Interesse von Arbeitnehmern wie Arbeitgebern. Die für alle homeofficetauglichen Berufe geforderte Flexibilisierung der Sonntagsarbeit und des täglichen Arbeitszeitrahmens sowie der Ausbau der Zulässigkeit des Jahresarbeitszeitmodells stärken die individuelle Selbstbestimmung und eröffnen neue Chancen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Damit ermöglichen wir Arbeitsmodelle, die insbesondere bei der jungen Generation grossen Anklang finden und steigern überdies die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.»

Ladenöffnungszeiten: Wann ein Laden öffnet, geht den Staat nichts an
Die heutigen Ladenöffnungszeiten sind Relikte eines Staatsdirigismus, der längst überholt ist. Konsumenten wollen flexibel einkaufen – auch abends oder sonntags. Doch die Gesetzgebung zwingt die Betriebe in ein veraltetes Korsett. Jonas Lüthy, Präsident der Jungfreisinnigen, stellt klar: «Wann ein Laden öffnet, geht den Staat nichts an – das entscheiden Konsumenten und Unternehmer besser selbst. Es ist höchste Zeit, den Detailhandel aus der bürokratischen Gängelung zu befreien und Konsumenten wie Unternehmen mehr Freiheit einzuräumen.» Die Jungfreisinnigen fordern deshalb in einem ersten Schritt, die Zahl der bewilligungsfreien Sonntagsverkäufe von heute 4 auf mindestens 12 pro Jahr zu erhöhen. In einem zweiten Schritt sollen die Ladenöffnungszeiten vollständig liberalisiert werden, indem namentlich die kantonalen Ladenöffnungsgesetze abgeschafft werden.

Arbeiten im Alter: Wer länger arbeitet, soll belohnt werden
Das heutige Rentenmodell passt nicht mehr zu einer Gesellschaft, die immer vielfältiger und individueller wird. Wer früher in Rente gehen will, soll das dürfen. Wer länger arbeiten möchte, soll belohnt werden. Das Rentenalter muss endlich der Lebensrealität angepasst werden – nicht umgekehrt. Jonas Lüthy, Präsident der Jungfreisinnigen, fordert: «Neben einer Erhöhung des Referenzalters zur Sicherung unserer Altersvorsorge muss das Arbeiten über das ordentliche Rentenalter hinaus steuerlich attraktiv werden: Auf Erwerbseinkommen sollen bei fortgesetzter Erwerbstätigkeit keine Steuern mehr erhoben werden.» Damit wird nicht nur die finanzielle Stabilität unserer Renten gesichert, sondern auch die längerfristige Einbindung von Fachkräften in den Arbeitsmarkt ermöglicht.

Die Arbeitswelt schreit nach mehr Freiheit und Eigenverantwortung. Für die Jungfreisinnigen ist klar: Es braucht Reformen.