Die Jungfreisinnigen Baselland entschuldigen sich aufrichtig beim politisch neutralen Verein Liestal Tourismus, der einziger Eigentümer des Aussichtsturmes Liestal ist, für den Eingriff in seine Eigentumsrechte und dafür, den Verein nicht im Voraus kontaktiert zu haben. Die Aktion war nicht mit dem Verein Liestal Tourismus abgesprochen.

Medienmitteilung 12.07.2021

Kampagnenstart «Ehe für alle»

Die Jungfreisinnigen Baselland haben heute den 30 Meter hohen Aussichtsturm Liestal auf dem Schleifenberg in Regenbogenfarben gekleidet. Der rund 12 Meter lange Banner thront über dem Kantonshauptort Liestal und setzt ein starkes Zeichen für die individuelle Selbstbestimmung und gegen die vorherrschende Diskriminierung. Dadurch soll das Baselbiet auf die wichtige und liberale Vorlage betreffend der «Ehe für alle» aufmerksam gemacht werden. Die Aktion gilt für die Jungfreisinnigen als Auftakt in ihrem Abstimmungskampf. Um eine Annahme der Vorlage zu erreichen, soll vor allem das heute mit Drohnen produzierte Video über dem in Regenbogenfarben ausgekleideten Aussichtsturm in den sozialen Netzwerken verbreitet werden. So wollen die Jungfreisinnigen auf die Vorlage aufmerksam machen und viele, vor allem junge, Stimmberechtigte erreichen und mobilisieren.

Gleiche Rechte unabhängig von sexueller Orientierung

Die Jungfreisinnigen setzen mit dieser Aktion ein Zeichen von Akzeptanz und Solidarität. «Jede Person soll ihr Leben so ausgestalten können, wie er oder sie sich das wünscht.» sagt Lucio Sansano, Präsident der Jungfreisinnigen Baselland. Dafür muss die Diskriminierung und die Ungleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren zwingend behoben werden. «Wir wollen unsere volle Unterstützung und Solidarität zur LGBTQIA+ Community kundgeben, denn für uns ist es absolut unverständlich, dass heute für gleiche Menschen mit gleichen Liebesbeziehungen ungleiche Rechte gelten», so Lucio Sansano.

JA zur Vorlage «Ehe für alle»

«Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, weshalb ein alleinerziehender Elternteil ein Kind grossziehen darf, zwei Eltern vom gleichen Geschlecht hingegen nicht», so Sansano weiter. Deshalb wollen die Baselbieter Jungfreisinnigen eine zentrale Rolle im Abstimmungskampf zur «Ehe für alle» einnehmen. Eine Differenzierung zwischen heterosexuellen und homosexuellen Paaren ist ungerechtfertigt und schon lange nicht mehr zeitgemäss. Es ist höchste Zeit, dass auch die Schweiz endlich diesen überfälligen Schritt macht. Ausserdem sehen die Jungfreisinnigen in der vorherrschenden Ungleichbehandlung einen Einschnitt in die individuelle Freiheit von Einzelpersonen. Somit ist für die Jungpartei ein deutliches JA zur Vorlage unbedingt zu erreichen. Denn für die Jungfreisinnigen steht fest: Die Ehe muss kompromisslos für alle eingehbar sein, die sich eine solche wünschen.

Ihre Kontaktperson

Lucio Sansano, Präsident Jungfreisinnige BL, 078 634 38 57