Nein zum Vaterschaftsurlaub

Die Jungfreisinnigen Baselland haben diese Woche an ihrer Mitgliederversammlung die Nein-Parole zum Vaterschaftsurlaub gefasst. Die Einführung eines Vaterschaftsurlaubes von zwei Wochen zementiert aus Sicht der Jungfreisinnigen ein konservatives Familienbild. «Die Eltern wissen besser als der Staat, wie sie sich ihre Elternzeit ihren beruflichen und privaten Umständen entsprechend einteilen wollen», sagt Lucio Sansano, Präsident der Jungfreisinnigen BL.

Elternzeit – eine Chance für die Gleichstellung

Die Einführung einer Elternzeit wäre wünschenswert und ein wichtiger Schritt in der Gleichstellung zwischen Mann und Frau: So hätten Unternehmen sowohl bei Frauen als auch bei Männern eine Familienpause zu erwarten. Mit dem staatlichen Vaterschaftsurlaub hingegen sind Frauen im gebärfähigen Alter auf dem Arbeitsmarkt weiterhin benachteiligt, da der Staat bereits vorgeschrieben hat, welcher Elternteil, wie viele Wochen Elternurlaub beziehen wird

Nein zum neuen Jagdgesetz

Ebenfalls beschlossen haben die Jungfreisinnigen Baselland die Ablehnung des neuen Jagdgesetzes. Den Kantonen soll die Kompetenz, eigenständig über Abschüsse entscheiden zu können, nicht übertragen werden: «Der Wolf kennt keine Kantonsgrenzen. Deshalb ist es korrekt, dass diese Kompetenz beim Bund liegt», sagt Lucio Sansano.

Parolen 27. September 2020

Neben dem Nein zum Vaterschaftsurlaub und dem Jagdgesetz lehnen die Jungfreisinnigen Baselland auch die Begrenzungsinitiative sowie die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge ab. Bei der Erhöhung der Kinderabzüge und bei der formulierten kantonalen Gesetzesinitiative «zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes» wurde die Ja-Parole gefasst.

Ihre Kontaktperson

Lucio Sansano,
Präsident Jungfreisinnige BL
lucio.sansano@jfbl.ch
078 634 38 57