Nein zur ungerechten AHV-Reform

AHV-Kostenrechner deckt individuelle Kosten pro Person auf

Ein heute 35-Jähriger mit einem Bruttoeinkommen von CHF 80’000 pro Jahr muss mit der AHV-Reform jährlich 895 Franken mehr bezahlen. Seinen Arbeitgeber kostet die Reform zusätzlich nochmals 655 Franken. Unter www.ahv-rechner.ch können nun alle unter Angabe des Alters und des Bruttolohns die individuellen Kosten berechnen, die mit der ungerechten Reform auf sie persönlich zukommen. Doch das ist erst der Anfang. Statt zu sanieren, erhöht die jetzige Vorlage die Kosten. Bereits 2030 klafft erneut ein Loch von 6 Milliarden Franken in der AHV und die Renten sind weniger gesichert denn je. Die AHV-Reform öffnet finanziell ein Fass ohne Boden.
Die AHV-Reform sollte die AHV als unser wichtigstes Sozialwerk eigentlich sanieren. Doch stattdessen werden wir alle zur Kasse gebeten, um Rentengeschenke auch an Reiche zu finanzieren. Rentengeschenke, die wir uns nicht leisten können. Das zeigt der AHV-Kostenrechner, den der Schweizerische Gewerbeverband sgv zusammen mit den Jungfreisinnigen und der Generationenallianz «Nein zur ungerechten AHV-Reform» heute lanciert hat (Siehe auch Faktenblatt so viel kostet die AHV-Reform im Anhang).

Von Sanierung keine Spur
Bauen wir die AHV heute weiter aus, gerät diese immer mehr in Schieflage. Von Sanierung findet man bei der jetzigen Reform keine Spur. Diese verpasst das vom Bundesrat gesetzte Ziel der Sanierung damit vollkommen. Bereits 2030 klafft ein erneutes Loch von 6 Milliarden in der AHV. Die Renten sind nicht gesichert, sondern stärker gefährdet. Die Rechnung, die wir künftig begleichen müssen, wird immer teurer.

Ungerecht für Jung und Alt
Ein 71-Jähriger Rentner mit einem jährlichen Einkommen von 50’000 Franken zahlt rund 180 Franken mehr Mehrwertsteuer. Er bekommt aber keinen Rappen mehr AHV-Rente. Die heutigen Rentner werden mit der ungerechten Reform bestraft. Besonders hart trifft es die Jungen. Mehrkosten von über 1’500.- Franken pro Jahr kommen auf einen heute 35-Jährigen (Bruttolohn 80’000 Franken) und seinen Arbeitgeber zu. Die Sicherung der Renten rückt mit der jetzigen Reform in weite Ferne. Dass ist ein Verrat an den Jungen. Denn die Mehrausgaben aus der jetzigen Reform belasten die AHV künftig noch viel stärker, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und die Lebenserwartung weiter ansteigt.

Auch vermeintliche Profiteure sind Verlierer
Und auch die vermeintlichen Profiteure der Scheinreform, die Personen mit tiefen Einkommen aus der Übergangsgeneration, werden kräftig zur Kasse gebeten. Eine Teilzeit arbeitende Frau zwischen 45 und 64 Jahren, die brutto 30’000-40’000 Franken verdient, muss zusammen mit dem Arbeitgeber mit der Reform rund 2’000 Franken bezahlen.

Echte Reform anstatt Brandbeschleuniger
Die ungerechte AHV-Reform wirkt wie ein Brandbeschleuniger. Das AHV-Haus brennt. Es muss gelöscht und gesichert werden. Doch mit der jetzigen Reform giessen wir Öl ins Feuer. Die Probleme werden verschärft und eine echte Sanierung der AHV verhindert. Nur ein Nein zu dieser ungerechten AHV-Reform macht den Weg frei für eine einfache dafür aber echte Reform in kleinen Schritten.

 

Weitere Auskünfte zur Kampagne:
Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, Mitglied der Generationenallianz «Nein zur ungerechten AHV-Reform», Mobile: 079 367 58 31
Toni Bortoluzzi, alt Nationalrat SVP, Rentner, Mitglied der Generationenallianz «Nein zur ungerechten AHV-Reform», Mobile: 079 348 80 43
Hans-Ulrich Bigler, Direktor sgv, Nationalrat FDP, Mitglied der Generationenallianz «Nein zur ungerechten AHV-Reform», Mobile: 079 285 47 09

Technische Auskünfte zum AHV-Kostenrechner
Bernhard Salzmann, Leiter Kommunikation und Redaktion sgv, Mobile: 078 762 45 31

2017-07-07T10:10:09+00:00 7. Juli 2017|