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Die Altersvorsorge 2020 vergisst die junge Generation!

Heute sind in verschiedenen Kantonen zahlreiche Jungfreisinnige auf die Strasse gegangen, um alle Kinder und Jugendlichen zu vertreten, welche unter der Scheinreform zu leiden hätten. Unser dritte und letzte offizielle Aktionstag stand unter der Aussage «nicht fair». Mit Nuggis wurde die Bevölkerung dazu aufgerufen ihre Kinder nicht zu vergessen und am 24. September ein Nein in die Urne zu legen.

Die Altersvorsorge 2020 ist für die junge Generation eine Schicksalsabstimmung. Die Vorsorge wird für die Generationen über 45 gesichert und zudem wird die Übergangsgeneration mit einem Zückerchen von 70 Franken gekauft. Dieser AHV-Ausbau geht voll zu Lasten der Jungen. Durch die Vermischung der ersten und der zweiten Säule wird zudem das System der Altersvorsorge in der Schweiz geschwächt. Leichtfertig wird für alle jungen Menschen in diesem Land die Chance auf eine sichere Rente verschlechtert. Aus diesem und weiteren Gründen sagen wir Jungfreisinnigen Nein zum Rentenmurks!

Weitere Informationen
Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, 079 367 58 31
Maja Freiermuth, Generalsekretärin, 079 695 55 19

Parlament beweist sich als Digitalisierungs-Analphabeten

Heute hat der Nationalrat eine Motion aus dem Ständerat zum Verbot von sogenannten Paritätsklauseln angenommen. Nach der Annahme von Internetsperren (Geldspielgesetz) gewährt das Parlament nun einen weiteren Vorstoss zur Regulierung von Anbietern im Internet. Solche protektionistischen Vorstösse sind verheerend. Sie schränken fortschrittliche Geschäftsmodelle im Bereich der Digitalisierung ein und verhindern neue Innovationen, die konsumentenfreundlich sind.

Die Vertragsfreiheit ist ein hohes Gut, welches es zu verteidigen gilt. Buchungsplattformen wie Booking.com, aber auch Schweizer Start-Ups in diesem Bereich, machen von der Vertragsfreiheit Gebrauch. Sie bieten Hotels an, ihre Dienstleistung online zu präsentieren und zu vermarkten. Kein Beherbergungsunternehmen wird gezwungen, mit einer Buchungsplattform zusammenzuarbeiten. Dass jedoch eine solche Plattform für ihre Dienstleistung Geld verlangt, ist selbstverständlich. Denn die Marketingaufwände werden damit für viele Hotels reduziert. Nun will das Parlament die Vertragsfreiheit entscheidend einschränken, in dem Hotels neu auch günstigere Angebote auf der Website anbieten können – die sogenannte Paritätsklausel. Buchungsplattformen sollen neu also das Marketing übernehmen ohne die Garantie, dass die Buchung dann über ihre Seite läuft.

Die Digitalisierung und deren Vorteile für Konsumenten und Anbieter kennt leider noch keine so starke Lobby und wird deshalb im Parlament immer mehr behindert, wie die Lex Booking oder das Geldspielgesetz beweisen. Die Jungfreisinnigen sehen sie jedoch als Chance und werden alles daransetzen, dass solche Tendenzen gestoppt werden.

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Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, 079 367 58 31

Mit der Altersvorsorge 2020 schmilzt die Rente davon

Heute sind in zwölf Kantonen zahlreiche Jungfreisinnige auf die Strasse gegangen, um das Nachhaltigkeitsproblem der Altersvorsorge 2020 zu thematisieren. Der zweite Aktionstag stand im Zeichen des Arguments «nicht nachhaltig». Es wurden Glacés verteilt, welche verdeutlichen sollten, dass uns mit der Vorlage die Renten wegschmelzen – dies nicht nur im Sommer, sondern auch bei niedrigen Temperaturen und bei Regentropfen!

Die Altersvorsorge 2020 sichert das Rentenniveau trotz hohen Mehreinnahmen knapp bis ins Jahr 2030. Bereits ab 2027 schreibt die AHV nach der Reform wieder rote Zahlen. Diese Kurzsichtigkeit ist für die junge Generation unverständlich. Wir fordern eine Reform, die nicht nur einen Zeithorizont von 10 Jahren berücksichtigt, sondern unser Drei-Säulen-System langfristig sichert und die Finanzierung nicht vernachlässigt. Zudem verlangen wir eine Reform, welche nicht direkt nach Einführung eine Überarbeitung benötigt, sondern über eine Weitsicht verfügt. Denn der Ausbau der AHV in einer Phase, wo das Geld fehlt, gefährlich. Er wird unsere 1. Säule in Schieflage bringen.

Am 16. September folgt die dritte Aktion gegen die Scheinreform. Beim Nuggi verteilen wird die Generationengerechtigkeit thematisiert. Das Motto dazu ist «nicht fair». Im Anhang finden Sie das Sujet der heutigen Strassenaktionen. Zudem finden Sie hier Impressionen aus den verschiedenen Kantonen: https://www.dropbox.com/sh/zys6llgtama3872/AADW3k7NI1toebZIFmUL6OEva?dl=0

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Altersvorsorge 2020: Nur ein Nein ermöglicht eine echte Reform

Heute haben vereinzelte Jungparteien von Mitte-Links über die Altersvorsorge 2020 informiert. Wie sie selber zugegeben haben, ist die Vorlage alles andere als perfekt. Sie verheimlichen nicht, dass es kurz nach Annahme der Reform eine nächste Reform braucht. Doch sie sind sich überhaupt nicht einig, wie die nächste, notwendige Reform aussehen sollte.

Für die Jungfreisinnigen ist klar, dass die ungerechte Scheinreform nicht der Reform willen angenommen werden darf. Wenn allen klar ist, dass diese Reform schlecht ausgearbeitet ist, soll sie so schnell wie möglich wieder vom Parlament bearbeitet werden, denn eine echte Reform ist möglich und anzustreben. Der Druck soll Mitte-Links auf den harten Boden der Tatsachen zurück holen und zu Kompromissen zwingen. Sie haben bis vor der Abstimmung die Dringlichkeit einer Reform stets bestritten und eine Lösung verweigert. Bei einem Nein werden beide Seiten dazu gezwungen, einen fairen Kompromiss auszuarbeiten. Nur so kann eine Lösung garantiert werden, die auch in der Bevölkerung mehrheitsfähig ist.

Die Jungfreisinnigen werden daher im Kampagnenendspurt noch stärker für ein Nein kämpfen. An diesem Samstag, 9. September 2017, finden deshalb in 13 Kantonen Standaktionen statt, bei denen Glacés verteilt werden. Die Bevölkerung soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Renten wegschmelzen, wenn nicht bald eine echte Reform aufgegleist wird.

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Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, 079 367 58 31
Maja Freiermuth, Generalsekretärin, 079 695 55 19

Junge Arbeitnehmer lehnen Scheinreform ab

Heute hat die Universität Konstanz die Ergebnisse ihrer Generationenstudie zur Altersvorsorge veröffentlicht. Die Studie wurde im Auftrag des Young Professionals Association (YPA) erstellt. Sie hat dabei untersucht, wie die verschiedenen Generationen zur Altersvorsorge allgemein und zur Altersvorsorge 2020 eingestellt sind.

Die Jungfreisinnigen Schweiz sind erfreut, dass sich die jüngeren Generationen aus der Wirtschaft einig sind und diese ungerechte Scheinreform ablehnen. Die Studie zeigt, dass 60.5% der bereits entschiedenen Stimmbürger der Generation Y (1982-1999) und 55.8% der Generation X (1965-1981) Nein stimmen werden. Wenn nur die Führungskräfte berücksichtigt werden, lehnen sogar alle Generationen diese Reform ab. Die Reform wird von allen Generationen als nicht nachhaltig wahrgenommen.

Ebenfalls zeigt das allgemeine Fazit, dass sich alle Generationen mehr Flexibilität in der Altersvorsorge wünschen, dass sie ein Verbot der vorzeitigen Bezugsmöglichkeit in der zweiten Säule ablehnen und dass sie eine Finanzierung innerhalb der Säulen einer Mehrwertsteuererhöhung vorziehen. Das sind alles Forderungen, die die Jungfreisinnigen in ihrem Positionspapier festgehalten haben und in der Zukunft umsetzen wollen. Die Studie beweist, dass ihre Forderungen in der Altersvorsorge in die richtige Richtung gehen.

Die Altersvorsorge 2020 dagegen geht ganz klar in die falsche Richtung. Deshalb werden die Jungfreisinnigen bis zum 24. September noch einmal alles geben und sich für ein Nein stark machen. Denn diese Reform ist vor allem für die Jungen eine Schicksalsabstimmung. Wird sie angenommen, drohen ihnen massive Mehrkosten ohne Garantie, dass sie in der Zukunft noch eine Rente erhalten werden.

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Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, 079 367 58 31
Maja Freiermuth, Generalsekretärin, 079 695 55 19

Jungfreisinnige starten mit Aktionstagen

Am Samstag waren Jungfreisinnige in neun Kantonen auf der Strasse um für ein Nein zur Altersreform 2020 zu werben. Damit haben sie den ersten von insgesamt drei Aktionstagen gestartet. In den drei Aktionstagen werden die Hauptargumente nicht finanzierbar, nicht nachhaltig und nicht fair thematisiert werden. Den Start machte am Samstag das Argument nicht finanzierbar.

Mit einem ungedeckten Scheck wird das Problem der Finanzierbarkeit der Altersreform 2020 aufgedeckt. Bis 2045 – das ist der Zeitraum, den das BSV ausweist – steigt der ungedeckte Scheck an nicht finanzierten Ausgaben auf über 1.4 Milliarden Franken an. Diese Kosten werden leichtfertig der jungen Generation aufgebuckelt. Eine Reform ohne sichere und saubere Finanzierung kann sich nicht Reform nennen! Aus diesem Grund kämpfen die Jungfreisinnigen gegen diese Vorlage und verlangen vom Parlament eine Lösung, welche die Probleme nicht der jungen Generation überlässt.

Am 9. und am 16. September folgen die zwei weiteren Aktionstage zu den Argumenten nicht nachhaltig, nicht fair, wo aufgezeigt wird, wer die Reform zu berappen hat. Im Anhang finden Sie zudem das Sujet der heutigen Strassenaktionen sowie Impressionen aus den Sektionen.

Weitere Informationen
Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, 079 367 58 31
Maja Freiermuth, Generalsekretärin, 079 695 55 19

Das Parlament als Digitalisierungs-Verhinderer

Bern, 16. August 2017

Medienmitteilung

Die Wirtschaftskommission des Nationalrates hat heute beschlossen, dass Buchungsplattformen wie Booking.com zukünftig in der Vertragsfreiheit eingeschränkt werden sollen. Ein solcher protektionistische Entscheid ist aber verheerend, denn die Digitalisierung und die damit verbundenen neuen Geschäftsmodelle werden unnötig eingeschränkt. Die Jungfreisinnigen werden sich gegen eine Lex Booking wehren.

Als rohstoffarmes Land lebt die Schweiz von Innovation und Fortschritt. Die Digitalisierung ist gerade als kleine Nation eine Chance, sich zu spezialisieren und die Wertschöpfung im eigenen Land auszubauen. Das Parlament wird aber je länger desto mehr zum Digitalisierungs-Verhinderer. Zuerst Massenüberwachung (BÜPF), dann Netzsperren (Geldspielgesetz) und nun sollen Buchungsplattformen einer starken Lobby weichen. Das ist bedenklich.

Die Vertragsfreiheit ist ein hohes Gut, welches es zu verteidigen gilt. Buchungsplattformen wie Booking.com, aber auch Schweizer Start-Ups in diesem Bereich, machen von der Vertragsfreiheit Gebrauch. Sie bieten Hotels an, ihre Dienstleistung online zu präsentieren und zu vermarkten. Kein Beherbergungsunternehmen wird gezwungen, mit einer Buchungsplattform zusammenzuarbeiten. Dass jedoch eine solche Plattform für ihre Dienstleistung Geld verlangt, ist selbstverständlich. Denn die Marketingaufwände werden damit für viele Hotels reduziert. Nun will das Parlament die Vertragsfreiheit entscheidend einschränken, in dem Hotels neu auch günstigere Angebote auf der Website anbieten können. Buchungsplattformen sollen neu also das Marketing übernehmen ohne die Garantie, dass die Buchung dann über ihre Seite läuft.

Die Digitalisierung und deren Vorteile für Konsumenten und Anbieter kennt leider noch keine so starke Lobby und wird deshalb im Parlament immer mehr behindert, wie die Lex Booking beweist. Die Jungfreisinnigen sehen sie jedoch als Chance und werden alles daransetzen, dass solche Tendenzen gestoppt werden.

Bei Fragen:

Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, 079 367 58 31
Marco Baumann, Mitarbeiter Jungfreisinnige Schweiz, 079 317 26 81

Nein zum Rentenmurks am 24. September

Jungfreisinnige starten ihre Kampagne

Heute haben die Jungfreisinnigen Schweiz eine der bisher grössten Kampagnen gestartet. Bis zum 24. September stecken sie ihre ganze Energie in den Kampf gegen diese Scheinreform. Unter dem Motto «Nein zum Rentenmurks» werden junge Menschen angesprochen, sich gegen diese Vorlage zu wehren. Als Motiv wurden Mitglieder der Jungfreisinnigen mit einem Taschenrechner und dem Slogan «Das isch jo mega unfair» abgelichtet. Die Zahl auf dem Taschenrechner ist das vom BSV ausgewiesene Finanzloch von CHF 1’477’000’000, welches die junge Generation nach Annahme zu stopfen hätte. Somit ist auch klar, dass die Vorlage nicht enkeltauglich ist, denn sie sichert die Vorsorge nicht nachhaltig. Ein Nein gibt der Politik die Chance, die AHV und Pensionskassen nachhaltig zu sanieren, ohne das 3-Säule-System als Ganzes in Schieflage zu bringen.

Die Plakatkampagne läuft ab heute zwei Wochen lang an den Bahnhöfen Bern, Zürich und Lausanne. Als weitere Massnahmen werden Jungfreisinnige aus der ganzen Schweiz an drei verschiedenen Aktionstagen unter den Mottos «nicht finanzierbar», «nicht nachhaltig» und «nicht fair» auf die Probleme der Altersreform 2020 aufmerksam machen. Gerne informieren wir Sie zu einem späteren Zeitpunkt näher über diese Aktionen.

Bitte entnehmen Sie dem Anhang unser Argumentarium. Die APGs finden sie hier zum Download. Weitere Informationen sowie ein interaktives Infotool finden Sie unter www.rentenmurks.ch oder über unsere Social-Media-Kanäle FacebookTwitter oder Instagram.

Weitere Auskünfte zur Kampagne:
Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, 079 367 58 31
Maja Freiermuth, Generalsekretärin, 079 695 55 19

JFS AV2020 Argumentarium (PDF)

Erfahrungsbericht Juso-Lager – Wo die Ideologie noch gelernt werden muss

Liebe Jungfreisinnige – ja liebe Juso wir sind geschlechterneutral, dazu aber später mehr. Viele von euch denken jetzt vielleicht: Jungfreisinnige im Juso-Lager? Ähh, was soll das? Im ersten Moment ist dies für viele von euch wahrscheinlich so verwirrend, wie die politischen Ideen eben dieser Juso. Nichtsdestotrotz ist unser Präsident einer Einladung von Tamara Funiciello ins Juso-Lager gefolgt (chapeau, traut sich nicht jeder wurde uns erzählt) und hat während zwei Stunden die Fragen der Lagerteilnehmerinnen & Teilnehmer beantwortet.

Zu zweit machten wir uns am letzten Montag auf die lange Reise ins Wallis, wo wir in Chandolin von einer netten Mitarbeiterin und einem netten Mitarbeiter der Geschäftsleitung hungrig in Empfang genommen wurden. Vor Ort erweckte ein ausgedehnter Regelkatalog als erstes unsere Aufmerksamkeit. Unser erstes Fazit: Selbstverantwortung wird hier nicht grossgeschrieben.

Der erste Programmpunkt war das Abendessen, welches in der Lagerwoche ausschliesslich Vegetarisch oder Vegan zubereitet wird. Zur leckeren Gemüselasagne gab es regionales Bier, internationale Süssgetränke sowie aufgelöste Teilnehmerinnen, welche die Ehre hatten, neben Andri und mir zu speisen. In ersten angeregten Diskussionen wurde uns unter anderem aufgezeigt, dass wir immer nur männliche Formen verwenden. Anschliessend durfte sich Andri zwei Stunden, zu meinem Glück alleine, vielen speziellen und interessanten Fragen stellen. Neben den Themen Kapitalismus und Liberalismus war auch seine Meinung zu Waffenexporten, den Tierrechten sowie der Gendergleichheit (Liste ist nicht abschliessend) gefragt. Dabei stiessen viele der Antworten auf Kopfschütteln oder Gelächter, wovon Zweiteres jedoch leider ein Indiz für die Arroganz und Intoleranz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist.

Nach den zwei Stunden konnten wir erstaunt feststellen, dass für viele Zuhörerinnen und Zuhörer eine Diskussion mit uns einem entspannten Bier vorziehen. Gegen Mitternacht waren auch die letzten Fragen, wenn auch nicht abschliessend, diskutiert und man konnte in angenehmer Atmosphäre mehr über die Interessen vieler Teilnehmer erfahren. Zu meiner Verwunderung wichen diese überhaupt nicht gross von meinem ab. Zum Abschluss eines langen Tages durfte ich noch das «legendäre» Trinkspiel des Juso-Lagers kennenlernen, welches ich bis heute nicht wirklich verstanden habe. Ich bin mir jedoch sicher, dass ohne meine Anwesenheit eine gelöstere Atmosphäre beim «Spielen» geherrscht hätte.

Nach einer kurzen Nacht und einer Tasse Kaffee hiess es am nächsten Morgen bereits wieder Abschied zu nehmen und den langen Rückweg nach Zürich anzutreten. Es war eine ereignisreiche und interessante Nacht mit vielen netten und interessanten Begegnungen. Auf der Zugsfahrt konnten wir jedoch getrost resümieren, der richtigen Partei beigetreten zu sein. Glücklicherweise sind sich unsere Mitglieder ihrer Meinung meist schon vor dem Eintritt bewusst. (BH)

Nein zur ungerechten AHV-Reform

AHV-Kostenrechner deckt individuelle Kosten pro Person auf

Ein heute 35-Jähriger mit einem Bruttoeinkommen von CHF 80’000 pro Jahr muss mit der AHV-Reform jährlich 895 Franken mehr bezahlen. Seinen Arbeitgeber kostet die Reform zusätzlich nochmals 655 Franken. Unter www.ahv-rechner.ch können nun alle unter Angabe des Alters und des Bruttolohns die individuellen Kosten berechnen, die mit der ungerechten Reform auf sie persönlich zukommen. Doch das ist erst der Anfang. Statt zu sanieren, erhöht die jetzige Vorlage die Kosten. Bereits 2030 klafft erneut ein Loch von 6 Milliarden Franken in der AHV und die Renten sind weniger gesichert denn je. Die AHV-Reform öffnet finanziell ein Fass ohne Boden.
Die AHV-Reform sollte die AHV als unser wichtigstes Sozialwerk eigentlich sanieren. Doch stattdessen werden wir alle zur Kasse gebeten, um Rentengeschenke auch an Reiche zu finanzieren. Rentengeschenke, die wir uns nicht leisten können. Das zeigt der AHV-Kostenrechner, den der Schweizerische Gewerbeverband sgv zusammen mit den Jungfreisinnigen und der Generationenallianz «Nein zur ungerechten AHV-Reform» heute lanciert hat (Siehe auch Faktenblatt so viel kostet die AHV-Reform im Anhang).

Von Sanierung keine Spur
Bauen wir die AHV heute weiter aus, gerät diese immer mehr in Schieflage. Von Sanierung findet man bei der jetzigen Reform keine Spur. Diese verpasst das vom Bundesrat gesetzte Ziel der Sanierung damit vollkommen. Bereits 2030 klafft ein erneutes Loch von 6 Milliarden in der AHV. Die Renten sind nicht gesichert, sondern stärker gefährdet. Die Rechnung, die wir künftig begleichen müssen, wird immer teurer.

Ungerecht für Jung und Alt
Ein 71-Jähriger Rentner mit einem jährlichen Einkommen von 50’000 Franken zahlt rund 180 Franken mehr Mehrwertsteuer. Er bekommt aber keinen Rappen mehr AHV-Rente. Die heutigen Rentner werden mit der ungerechten Reform bestraft. Besonders hart trifft es die Jungen. Mehrkosten von über 1’500.- Franken pro Jahr kommen auf einen heute 35-Jährigen (Bruttolohn 80’000 Franken) und seinen Arbeitgeber zu. Die Sicherung der Renten rückt mit der jetzigen Reform in weite Ferne. Dass ist ein Verrat an den Jungen. Denn die Mehrausgaben aus der jetzigen Reform belasten die AHV künftig noch viel stärker, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen und die Lebenserwartung weiter ansteigt.

Auch vermeintliche Profiteure sind Verlierer
Und auch die vermeintlichen Profiteure der Scheinreform, die Personen mit tiefen Einkommen aus der Übergangsgeneration, werden kräftig zur Kasse gebeten. Eine Teilzeit arbeitende Frau zwischen 45 und 64 Jahren, die brutto 30’000-40’000 Franken verdient, muss zusammen mit dem Arbeitgeber mit der Reform rund 2’000 Franken bezahlen.

Echte Reform anstatt Brandbeschleuniger
Die ungerechte AHV-Reform wirkt wie ein Brandbeschleuniger. Das AHV-Haus brennt. Es muss gelöscht und gesichert werden. Doch mit der jetzigen Reform giessen wir Öl ins Feuer. Die Probleme werden verschärft und eine echte Sanierung der AHV verhindert. Nur ein Nein zu dieser ungerechten AHV-Reform macht den Weg frei für eine einfache dafür aber echte Reform in kleinen Schritten.

 

Weitere Auskünfte zur Kampagne:
Andri Silberschmidt, Präsident Jungfreisinnige Schweiz, Mitglied der Generationenallianz «Nein zur ungerechten AHV-Reform», Mobile: 079 367 58 31
Toni Bortoluzzi, alt Nationalrat SVP, Rentner, Mitglied der Generationenallianz «Nein zur ungerechten AHV-Reform», Mobile: 079 348 80 43
Hans-Ulrich Bigler, Direktor sgv, Nationalrat FDP, Mitglied der Generationenallianz «Nein zur ungerechten AHV-Reform», Mobile: 079 285 47 09

Technische Auskünfte zum AHV-Kostenrechner
Bernhard Salzmann, Leiter Kommunikation und Redaktion sgv, Mobile: 078 762 45 31